Leistungen für Kinder

stationär

Familienanaloge Betreuungsstellen sind professionelle Personengemeinschaften insbesondere für Kinder aber auch für Jugendliche, die kurzfristig oder dauerhaft nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Das herausragende Merkmal dieser Hilfeform liegt in der individuellen Beziehungsgestaltung durch das Zusammenleben in familiären oder anderen Konstellationen. Hier erfahren Kinder und Jugendliche vor allem Geborgenheit, Verbindlichkeit und Kontinuität. Der zuverlässige, stabile Rahmen schafft die Möglichkeit, Entwicklungsschritte nachzuholen, nachzureifen und wirkt förderlich auf die Entfaltung von individuellen Fähigkeiten und Potentialen und damit auf die Gesamtentwicklung der Persönlichkeit des Kindes oder des Jugendlichen.

Bei dem beschriebenen Prozess hat die Verknüpfung und Integration von pädagogischen und psychologisch/therapeutischen Leistungen einen zentralen Stellenwert. Ebenso wird die bestehende Bindung des Kindes an seine Herkunftsfamilie, unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der Beteiligten, in die Gestaltung des Hilfeprozesses einbezogen. Wenn es dem Wohl des Kindes entspricht, wird eine Rückführung in die Herkunftsfamilie vorbereitet und begleitet.


Leistungen für Jugendliche

stationär

Wesentliches Ziel dieser Hilfe ist es, Jugendliche/junge Erwachsene in einer eigenen Wohnung, aus dem familiären Umfeld oder aus anderen Lebensbezügen heraus in die Verselbständigung zu begleiten. Auf der Basis der Selbstorganisationskräfte der Jugendlichen/jungen Erwachsenen wird ein Lernfeld realisiert, welches die Möglichkeit eröffnet, die eigene Person in Selbstbestimmung und Selbständigkeit zu erproben, Handlungs- und Sozialkompetenzen zu erwerben bzw. zu erweitern und sich ins Bildungs- oder Arbeitsleben zu integrieren.

In der Maidornstrasse werden männliche Jugendliche von 14 bis 18 Jahren aufgenommen, die durch klassische Jugendhilfeangebote sowie reguläre schulische und berufliche Förderung nicht mehr erreichbar sind. Die Jugendlichen werden im Alltag durch ein interdisziplinäres Team aus Handwerkern und Pädagogen begleitet. Über das handwerkliche Arbeiten erleben sich die Jugendlichen als aktiv gestaltend und haben innerhalb des Projektes die Möglichkeit, diese Erfahrung auch auf andere Lebensbereiche zu übertragen und zu erproben um so ihr Handlungsspektrum und ihre sozialen Kompetenzen zunehmend zu erweitern.

Über ein erweitertes Netzwerk von Landwirtschafts-und Handwerksbetrieben können die Jugendlichen Arbeitserprobungen absolvieren, Praktika ableisten oder auch eine reguläre Berufsausbildung machen. In einem Vier-Phasen-Modell werden die Jugendlichen schrittweise in die Verselbständigung begleitet. Auch wird die bestehende Bindung des Jugendlichen an seine Herkunftsfamilie, unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der Beteiligten, in die Gestaltung des Hilfeprozesses einbezogen. Bei Bedarf werden notwendige Klärungsprozesse zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern initiiert und begleitet.

In Kooperation mit dem Jugendhilfeträger "Progresso" bieten wir in Portugal zwei inhaltliche Schwerpunkte an:

  1. Das "Time-Out" in Portugal ist eine Auszeit für Kinder und Jugendliche mit ausgeprägter Störung des Sozialverhaltens. Die Auszeit dient der Verhaltensberuhigung, der Situationsanalyse, sowie der Erarbeitung einer Empfehlung für eine Anschlussmaßnahme. Parallel dazu findet eine Erarbeitung von Hintergründen und Auslösern des Problemverhaltens, Ressourcen und Lösungsansätzen mit der Familie in Deutschland statt. Die Hilfe ist für die Dauer von 3 Monaten angelegt.
  2. Besteht nach dieser Zeit die Einschätzung, dass notwendige Veränderungs- und Entwicklungsschritte im Rahmen einer anderen Kultur-und Lebensweise befördert werden können, gibt es die Möglichkeit in unterschiedlichen stationären Wohnformen des Trägers ; "Progresso" den Hilfeprozess in Portugal fortzusetzen. Die parallele Elternarbeit in Deutschland wird bei Bedarf durch TROTZDEM e.V. fortgesetzt.

An drei Projektstandorten von "Progresso" gibt es in Portugal das Angebot für Kinder und Jugendliche, zu lernen mit Aggression und Gewalt so umzugehen, dass eine geschlossene Unterbringung hinfällig wird. In reizarmer ländlicher Umgebung können in der Wechselwirkung zwischen sozialem Lernen in der Gemeinschaft und individuellen Entwicklungsmöglichkeiten Stabilität und Wachstum entstehen.

Das pädagogische Konzept basiert auf einem Phasenmodell, in dessen Mittelpunkt ein professionelles Beziehungsangebot mit 3 zentralen Aspekten steht:

  • der grundlegende Respekt und die Wertschätzung gegenüber der Person
  • schädigendes Verhalten gegenüber der eigenen Person und gegenüber anderen wird nicht toleriert
  • Privilegien müssen verdient werden; konstruktives wie destruktives Verhalten erfahren unmittelbare Resonanz durch das Umfeld


Die Einbindung in Sicherheit und Halt gebenden Strukturen sowie konkrete Aufgaben und Anforderungen schaffen eine Vertrauensbasis, die die Wahrnehmung für "Selbstwirksamkeit" erhöht und persönliches und soziales Lernen/Entwicklung anstößt. Zusätzlich werden individuell zugeschnittene therapeutische Angebote eingesetzt. Partizipation findet statt im Sinne von Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Fähigkeiten und Aushandeln entsprechender Möglichkeiten der Alltagsgestaltung. Ab Phase 3 besteht die Möglichkeit zur Einzelbetreuung bzw. zur Verselbständigung im Rahmen von Betreutem Wohnen. Die Erarbeitung passgenauer Rückführungsmöglichkeiten gehört zum Programm.


Leistungen für Kinder und Jugendliche

stationär

Ziel dieser Betreuungsform in einer Erziehungsstelle, ist die ganzheitliche Förderung von emotionaler, psychosozialer, kognitiver und körperlicher Entwicklung. Dabei fokussieren und mobilisieren wir die Ressourcen der Kinder und bieten die Möglichkeit korrigierender Erfahrungen durch ein familial geprägtes Beziehungsangebot. 

Die individuellen Ziele werden im Rahmen der Hilfeplanung mit allen Beteiligten abgestimmt. Hierbei werden das Alter und der Entwicklungsstand des Kindes vor dem Hintergrund biografischer Erfahrungen individuell berücksichtigt. Die erfahrenen Erziehungsstellen bemühen sich, die häufig als versagende Symptomträger etikettierten Kinder und Jugendlichen weitgehend zu entlasten und zu schützen. 


Leistungen für Familien

ambulant

Ziel eines Clearings ist es, auslösende Ereignisse, Ihre Umstände und Bedingungen sowie aufrechterhaltenden Beziehungsmuster in einer Familie oder anderen Bezugssystemen, die Ursachen für andauernde Problemlagen oder akute Krisen sind, in gemeinsamer Arbeit zu erkennen und zu verstehen. Gemeinsam mit der Familie wird auf dieser Grundlage der aktuelle Bedarf festgestellt und entsprechende Unterstützungsangebote entwickelt, die in eine Hilfeempfehlung münden.

Systemische Beratung und Begleitung unterstützt die Familien oder andere Bezugskontexte darin, die alltäglichen Anforderungen, die sich aus den jeweiligen Dynamiken und Entwicklungsprozessen heraus ergeben, aus eigener Kraft zu bewältigen. Ziel ist es, die Kompetenzen und Fähigkeiten des Familiensystems so zu erweitern, dass Hilfen minimiert oder gar überflüssig werden.

Bei der Familienpflege handelt es sich um eine Unterstützung in der Familie, die unmittelbar und unter Mitarbeit der Familie mit niedrigem pädagogischem Betreuungsaufwand zur kurzfristigen Entlastung in Überforderungssituationen dienen soll. Dieser familienfördernde und -erhaltende Ansatz richtet sich an Familiensysteme, die es aus unterschiedlichen Gründen nicht schaffen ihren Haushalt im Sinne des Kindeswohles angemessen zu strukturieren und zu organisieren, aber die Ressourcen und den Wunsch haben, ihre Situation aktiv durch Unterstützung, Training und Modellernen zu verändern.

Aufsuchende Familientherapie ist eine auf den Bereich der Jugendhilfe und der Hilfen zur Erziehung zugeschnittene Form der Systemischen Arbeit, die besonders für komplexe und/ oder mehrfach belastete Systeme geeignet ist. Grundprinzip ist die Betrachtungsweise des Menschen als Teil eines komplexen Systems von Beziehungen und Randbedingungen. Der Blickwinkel im Vorgehen und in der Methode ist daher nicht nur auf den Symptom- Träger, sonder auf das gesamte Lebensumfeld gerichtet. Die Aufmerksamkeit liegt auf das gesamte Herkunftssystem, den Entwicklungsprozessen und den Lebensbedingungen der betroffenen Menschen und ihrem Potential für Veränderungen. Ziel der AFT ist es, durch spezifische Interventionen im Co-Modell das gesamte System zur Umorganisation anzuregen, indem die Kräfte zur Selbstorganisation und Selbststeuerung nachhaltig mobilisiert werden.

Multifamilientherapie (MFT) ist ein Angebot für mehrfach belastete Familien zur Anregung von Auseinandersetzung mit spezifischen Verhaltens- und Kommunikationsmustern sowie der Entwicklung neuer lösungsadäquater Verhaltensformen.

Bei der gleichzeitigen Arbeit mit 4 bis 8 Familien – Eltern einschließlich Kindern- bilden Konzepte und Methoden der systemischen Einzel- und Familientherapie sowie der Gruppentherapie die Grundlage. Im Vordergrund steht die Erkenntnis, dass Menschen in Problemsituationen einen eingeengten Blickwinkel für das eigene Handeln, aber eine hohe Sensitivität für ähnliche Probleme anderer haben und darüber in fruchtbaren Austausch kommen können. Die Familientherapeuten bringen Übungen und Anregungen ein und moderieren. Die Familien erleben sich als Experten, lernen gegenseitig am Modell, geben sich differenziert Feed –back und experimentieren mit neuen Verhaltensweisen.

Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der elterlichen Kompetenz und der Eigenverantwortung für das Wohl der Kinder, die Überwindung von Isolation und der Aufbau von Netzwerken zur gegenseitigen Unterstützung sowie Hilfe zur Selbsthilfe.

Wir bieten zwei verschiedene Multifamilientherapien an.

Multifamilientherapie (MFT) ist ein Angebot für mehrfach belastete Familien zur Anregung von Auseinandersetzung mit spezifischen Verhaltens- und Kommunikationsmustern sowie der Entwicklung neuer lösungsadäquater Verhaltensformen.

Bei der gleichzeitigen Arbeit mit 4 bis 8 Familien – Eltern einschließlich Kindern- bilden Konzepte und Methoden der systemischen Einzel- und Familientherapie sowie der Gruppentherapie die Grundlage. Im Vordergrund steht die Erkenntnis, dass Menschen in Problemsituationen einen eingeengten Blickwinkel für das eigene Handeln, aber eine hohe Sensitivität für ähnliche Probleme anderer haben und darüber in fruchtbaren Austausch kommen können. Die Familientherapeuten bringen Übungen und Anregungen ein und moderieren. Die Familien erleben sich als Experten, lernen gegenseitig am Modell, geben sich differenziert Feed –back und experimentieren mit neuen Verhaltensweisen.

Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der elterlichen Kompetenz und der Eigenverantwortung für das Wohl der Kinder, die Überwindung von Isolation und der Aufbau von Netzwerken zur gegenseitigen Unterstützung sowie Hilfe zur Selbsthilfe.

Wir bieten zwei verschiedene Multifamilientherapien an.